SecondLife vs. Project Sansar

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SecondLife, die virtuelle 3D-Welt aus dem Hause LindenLabs ist wohl so manchem hier ein Begriff, handelte es sich dabei doch um den Urvater aller virtuellen Welten welcher 2003 offiziell an den Start ging und seither Millionen Menschen in seinen Bann gezogen hatte. Den grössten Hype erfuhr SecondLife in etwa im Jahr 2007, damals verging kein Tag an dem nicht in den Medien über SecondLife gesprochen und diskutiert wurde. Viele nahmhafte Unternehmen wie Pontiac, IBM, Mercedes oder IBM versuchten damals ihr Glück und präsenterten dabei ihre Produkte sowie ihr Unternehmen in der virtuellen Welt von SecondLife.

MercedesBenz ging sogar soweit und präsentierte die damals in den Startlöchern stehende C-Klasse zuallererst in SecondLife, noch bevor diese in der echten Welt, also RealLife, gezeigt wurde. Marketingtechnisch gesehen natürlich eine große Sache, und aufgrund des Medialen Rummels vor allem für SecondLife eine gewinnbringende Rezession.

Doch es kam wie es kommen musste, schon 2008 war zu erkennen, das der Run auf virtuelle Welten wie SecondLife vorüber zu sein schien. Mehr und mehr User ließen ihre Avatare allein in der virtuellen Welt zurück und sind bis heute nicht mehr aufgetaucht. Dies hat definitiv mehrere Gründe, jedoch haben wir uns heute vorgenommen nicht nach hinten zu sehen, sondern uns auf das zu konzentrieren was vor uns liegt.

Projekt Sansar
Der Name Sansar stammt unserer Recherche nach aus dem türkischen Sprachraum und steht in diesem Falle wohl für den Marder, das pelzige kleine Tierchen welches vielen Autobesitzern oft den letzten Nerv kostet. Ok, Marder also! Marder? Die Namensgebung bleibt für uns ein Rätsel, aber gut, möglicherweise bezieht man sich dabei nicht auf das Tierchen weshalb wir den Namen einach mal ignorieren um uns auf das wesentliche zu konzentrieren. Projekt Sansar also, das aktuellste Projekt aus dem Hause LindenLab schickt sich an, der neue Überflieger zum Thema Virtuelle Welten und, jetzt kommts, zum Thema Virtual-Reality zu werden.

Virtual virtual SecondLife
Für all jene die unter der Bezeichnung VR (Virtual Reality) nicht ahnungslos an die Decke starren ist sofort klar worum es sich bei Project Sansar handeln könnte. Stellt euch vor ihr könntet wie zuvor durch SecondLife spazieren, allerdings mit dem Unterschied das ihr dabei von nun an eine VR-Brille auf der Nase tragen könntet. Klingt schonmal ganz spannend, denn wie wir meinen wird VR das Next Big Thing im Gaming Sektor wie einige Publisher bereits sehr bemerkenswert demonstriert haben. Wie genau sich SecondLife hinter der Brille darstellt bleibt allerdings abzuwarten.

Technische Möglichkeiten und mögliche Nachteile

Wer SecondLife kennt, der weis auch bestens über die grafischen und gestalterischen Möglichkeiten Bescheid. Auf der einen Seite haben wir die klassischen Prims, über Sculpties oder Mesh-Strukturen.
Gerade letztere erlauben es uns, Gegenstände in noch nie dagewesener Detailtreue zu erstellen, wo hingegen der klassische Prim immer mehr in Vergessenheit gerät. Auch wenn wir der Meinung sind das Prims niemals aussterben sollten, ist Mesh mit all seinen Möglichkeiten eine Grundvoraussetzung um SecondLife bzw. Project Sansar auf die nächste Ebene zu heben. Denn wer will schon durch eine virtuelle, kastenartige Pixelwelt spazieren während andere Publisher mit feinster HD-Auflösung auftrumpfen können.

Autodesk Maya
Bis Project Sansar offiziell der breiten Masse zugänglich gemacht wird, haben ausgewählte Content-Creator von SecondLife bereits die Möglichkeit, sozusagen als Beta-Tester Project Sansar anzuspielen und ersten Content dafür zu produzieren. Mittels Autodesk Maya, der umfassenden Software für 3D-Animation, werden so bereits erste Strukturen in Project Sansar kreiert. Ob dies künftig so bleiben wird ist eher fraglich, denn bei besagter Software handelt es sich generell eher um kein Schnäppchen. Für qualitativ hochwertigen Content aber wird Autodesk Maya wohl die erste Wahl bleiben.

Project Sansar Release-Date

Laut LindenLabs wird Project Sansar wohl im kommendem Jahr der breiten Masse zugänglich gemacht. Bis dahin soll es dann aber auch bereits diverse andere Tools zum erstellen und entwickeln von Ingame-Content geben. Wir bleiben selbstverständlich dran und werden euch über alle Neuigkeiten zu Project Sansar an dieser Stelle auf dem laufenden halten. Und bis dahin werden wir uns die Zeit wohl noch mit SecondLife vertreiben müssen.

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